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Diabetes

Sie werden sich wundern, dass man mit TCM Blutzucker behandeln kann. Aber auch in China wird Diabetes mit einer Kombination aus westlicher und östlicher Medizin behandelt.
Natürlich müssen Insulin bzw. orale Antidiabetika weiter eingenommen werden. Manchmal passiert es aber, dass die Therapie trotzdem nicht ausreichend anspricht und die Zuckerschwankungen sehr groß sind und nachhaltige Schäden anrichten. Mit der TCM kann man so genannte schwer einstellbare Diabetiker leichter in den Griff kriegen, sodass der Blutzucker stabil bleibt. In manchen Fällen kann man auch durch eine Therapie mit TCM die gespritzte Insulinmenge oder die orale Medikation verringern.

Behandeln wir zunächst den juvenilen Diabetes Typ I:
Natürlich muss Insulin zugeführt werden. Beim Typ I Diabetes handelt es sich nach der TCM um eine Nieren-Schwäche, also eine Schwäche des Elementes Wasser. Symptome wie häufiges Wasserlassen, Durst und Gewichtsverlust sind Zeichen, dass das Wasserelement nicht im Lot ist. In diesem Fall müssen vorwiegend Nieren-stärkende Kräuter gegeben werden. Machen Sie einen Tee aus Bocksdornfrüchten oder essen Sie diese kleinen Früchtchen roh. Ein Tee aus Tuber Asparagi lindert den Durst und stärkt das Yin. Sesam über Gemüse oder Fleisch stärkt die Nieren. Mit Akupunktur kann man über den Nieren- und Blasenmeridian auf den Körper und so auf den Zucker einwirken. Drücken Sie täglich einige Minuten den Punkt Niere drei. Er liegt zwischen Achillessehne und Innenknöchel und stärkt das Wasserelement.

Beim Typ II Diabetes handelt es sich immer um einen Yin-Mangel, der Pseudohitzezeichen verursacht. Diese zeigen sich durch Schwitzen, ein rotes Gesicht, Durst, häufiges Wasserlassen, sodass durch den Wasserverlust wieder erneut Hitze entsteht. Auch Verstopfung oder andere Trockenheitssymptome wie trockene Haut und trockene Schleimhäute entstehen aufgrund des Yin-Mangels.
Für den Yin-Mangel gibt es dreierlei Ursachen, die unterschiedlich behandelt werden müssen.
Man unterscheidet den Diabetes der oberen, der mittleren und der unteren Leibeshöhle.
Beginnen wir mit der oberen Leibeshöhle.
Durch viel scharfe, heiße, fette, üppige Nahrung werden die Körperflüssigkeiten verbraucht, was zu Trockenheitssymptomen in der Lunge führt. Die Lunge mag es aber gern feucht und kühl. Daher entsteht ein Lungen-Yin-Mangel. Die Betroffenen leiden unter starkem Durst, trockenem Mund, trockener Zunge und einem starken Verlangen nach kühlen Getränken. Der Stuhl ist normal. Durch das viele Trinken wird viel Harn produziert.
Trinken Sie gewässerten Birnensaft und essen Sie Birnenkompott. Auch Karfiol und Mangold sind sehr gut. Machen Sie einen Tee aus Tuber Ophiopogonis und Tuber Asparagi und trinken Sie täglich davon mindestens einen halben Liter. Beim Akupunktieren geht man über den Lungen- und Magen-Meridian.

Diabetes der mittleren Leibeshöhle kommt häufig vor. Das Magenfeuer, das über scharfe, fette, heiße, salzige Nahrung und viel Stress erworben werden kann, brennt so lange bis es zu einem generellen Yin-Mangel führt. Neben den oben genannten Hitzesymptomen kommt es auch zu Verstopfung und Fettleibigkeit.
In diesem Fall muss therapeutisch das Magenfeuer reduziert werden. Dies geht besonders gut mit Akupunktur. Essen Sie kühlende, leicht bittere und saure Nahrungsmittel wie Zitrone und Grapefruit,
grünes Gemüse und Algenpräparate oder Algen und Tang aus dem Reformhaus. Spezielle Kräutermischungen verschreibt Ihr TCM-Arzt.

Bei genereller Essenzschwäche wird im Lauf der Jahre das Nieren-Yin schwach, was zu Diabetes der unteren Leibeshöhle führt. Dies zeigt sich vorwiegend durch Störungen, die den Unterleib und das Harnlassen betreffen: gesteigerte oder verminderte Lust auf Sexualität, Infektionen des Unterleibes, häufiges Harnlassen, nächtliches Urinieren… In diesem Fall muss die Niere gestärkt werden. Halten Sie ihre Nieren, die Lendenwirbelsäule und den Unterleib immer warm. Essen Sie Fisch und hin und wieder Muscheln, sowie Hafer, Millet und Reis, Sesam, Leinsamen, Semen Cassiae. Ein gut ausgekochter Tee aus Korkbaumrinde beruhigt die Nierensymptome.

Natürlich ist es wichtig, dass westliche und östliche Medizin zusammenarbeiten. Jede Medizin hat ihre Vorteile. Schauen Sie lieber rechtzeitig auf ihre Gesundheit und ernähren Sie sich bewusst, sodass Ihnen so manche Krankheit erspart bleibt.

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