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Mit Hilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin kann man die Beschwerden des Reizdarmsyndroms gut in den Griff bekommen.
Man unterscheidet zwei unterschiedliche Formen:
Entweder handelt es sich um eine Schwäche des Erdelementes oder um eine Stagnation im Holzelemente. Häufig treten beide Formen gemeinsam auf.
Die Schwäche des Erdelementes – eine so genannte Milz-Qi-Schwäche – zeigt sich durch folgende Symptome: Blähungen, Winde, Völlegefühl, weicher Stuhl bis Durchfall, Schmerzen im gesamten Bauch oder in der Mitte des Bauches. Hinzu kommen eventuell Müdigkeit und Energielosigkeit.
Die Zunge ist eher blass und zeigt Zahneindrücke. Der Puls ist schwach.

Die Stagnation im Holzelement – eine Leber-Qi-Stagnation – zeigt sich durch Schmerzen an der Bauchseite unter dem Rippenbogen, also an der Dickdarmkurve (häufig ist nur eine Seite betroffen), Blähungen, eher hartem Stuhl oder sogar Verstopfung. Häufig haben diese Leute Stress oder viel Ärger. Kopfschmerzen oder erhöhter Blutdruck können damit kombiniert sein. Die Zunge ist eher spitz und rot, die Ränder sind eventuell gerillt. Der Puls ist gespannt.

Therapie:
Milz-Qi-Schwäche:
Essen Sie morgens einen warmen Getreidebrei aus Hirse oder Reis mit einem geriebenem Apfel, Ingwer, Zimt und braunem Zucker. Trinken Sie Ingwertee oder auch Schwarztee. Vermeiden Sie kalte oder rohe Nahrungsmittel und Milchprodukte. Legen Sie sich einen warmen Thermophor auf den Bauch.
In der Akupunktur werden in diesem Fall vorwiegend Punkte auf dem Milz- und dem Magen-Meridian verwendet.
Chinesische Kräuterrezepturen enthalten oft chinesische Datteln, Ingwer, Zitronenschale und Süßholz.
Eine fein abgestimmte Kräuterrezeptur kann die Schmerzen gut in den Griff bekommen und die Energie zurückbringen.

Leber-Qi-Stagnation:
Essen Sie morgens eine warme Suppe oder eine Misosuppe. Auch tagsüber sind Gemüsesuppen oder klare Suppen sehr gut für Sie. Trinken Sie grünen Tee, Chrysanthemenblütentee oder Zitronenschalentee. Fisch löst durch seinen leicht salzigen Geschmack die Darmblockade gut auf. Auch mild scharfe Gewürze helfen, den Stau zu beseitigen. Birnenkompott mit ein wenig Zimt und Kardamom befeuchtet den Darm und entspannt ihn. Sojaprodukte sind sehr zu empfehlen.
Betreiben Sie viel Sport. Jede Bewegung ist gut, um den Darm zu lockern. Gehen Sie laufen, Rad fahren oder schwimmen.
In der Akupunktur werden Punkte entlang des Leber- und Gallenblasenmeridians verwendet. Zur Auflösung der Stagnation lassen Sie sich entweder Kräuter von Ihrem TCM-Arzt verschreiben oder kaufen Sie einen Tee aus Orangenblüten, Passionsblume, Ringelblüten, Akazienblüten, Melisse, Rosenblüte, Pfefferminze. Sie können die Tees mischen oder auch einzeln trinken.

Ein kleines Rezept:
Tee aus Wermut und Pfefferminze: 1:1, ½ - 1TL pro Tasse, fünf Minuten ziehen lassen.

Reizdarmsyndrom
 
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